Allgemein

Unpersönlich in erster, zweiter, dritter und vierter Person

Es gibt ziemlich viele Möglichkeiten, Situationen und Empfindungen zu beschreiben, die wir alle kennen. Das dreigliedrige Personalpronomensystem des Deutschen ist wohl gar keine schlechte Basis, auch wenn es auf den ersten Blick sehr strikt erscheint: hier bei mir (ich; wir), […] Read on…

Schaffe schaffe Häusle umbaue

Mich fasziniert, wie wenig zimperlich Sprachwandel vor sich geht: Man nimmt sich, was da ist, und baut ein System. Doch auch wenn solche Sprachsysteme tendenziell immer als geschlossen dargestellt werden, wird immerzu umorganisiert, wie ein Haus, das im Innern ständig […] Read on…

Stekare

Wie das so ist mit Fremdsprachkursen, bleibt das am besten hängen, was am wenigsten nützt. Nach fett bra (etwa: krass gut) war das stekare (ausgesprochen etwa [’ste:karə]). Stekare haben Poloshirts mit hochgeklapptem Kragen, sind etwas snobbig, geben viel Geld für […] Read on…

Was man mit Worten machen kann

Reden und schreiben und so halt, ne. Zielgerichtet und weniger zielgerichtet. Und extrem zielgerichtet. Wir sind es uns gewoht; alle Bäcker haben die besten Brote, und natürlich zieht einem auch der Metzger den Speck durch den Mund bei der Anpreisung […] Read on…

The thing that I love most is trying to kill me

„The thing that I love most is trying to kill me.“, sprechsingt Mike Skinner alias The Streets in einem Lied auf seinem neuen Album. Das ist schöner philosophisch angehauchter Pathos – oder halt, ist es nur ein makabrer Scherz? Man kann […] Read on…

Wie Umlaute entstehen (können)

Man kann wohl behaupten, dass Die Umlaute ö [ø] und ü [y] typisch für germanische Sprachen sind. Gehen wir von einem Vokalsystem ohne vordere gerundete Vokale aus, gibt es zwei Arten, wie diese zusätzlichen Vokale entstehen: Variante 1: Vordere, ungerundete […] Read on…

Epochen von vorn und hinten

Anhand des Schwedischen ist mir aufgefallen, dass das Deutsche bei Epochenbezeichnugen eher inkonsequent ist: Wir sagen das 20. Jahrundert und meinen 1900 bis 1999, die 60er-Jahre sind aber 1960 bis 1969. Einmal rückwärts, einmal vorwärts, so sind wir es uns […] Read on…

Englische Morphologie

Die Komplexität der Morphologie des modernen Englischen ist auf ein Minimum heruntergefahren, verglichen mit Altenglisch oder mehr flektierenden Sprachen wie Deutsch. So kommt es, dass ein -s über Singular oder Plural entscheidet. Ein -s am Verb markiert des Singular (3. […] Read on…

„Es macht Sinn“ macht Sinn

Es ist das Parade-Negativbeispiel der Sprachpfleger und -pflegerinnen: Sinn machen stünde für den Niedergang der deutschen Sprache und gehöre ausgerottet, dafür die Vorgänger Sinn ergeben und sinnvoll sein wiederhergestellt. Schon weil die Zunft der Sprachpfleger so versessen auf dieses Beispiel […] Read on…

Ein Auch ist auch ein Aber

Wieder einmal eines meiner Lieblingsthemen. Die Welt der Partikeln, eine Welt der Augenzwinkereien und gewagten Theorien. „Ich habe dort auch ganz gute Freunde gehabt“, sagt eine Autorin über den Ort, wo sie aufgewachsen ist. Hiesse es: „Ich habe dort ganz […] Read on…